Die Turnerinnenriege des Warndt-Gymnasiums: Annika Mahler, Sophie Jochem, Sarah Bach, Lotta Heinz, Lina Luxemburger (v.l.n.r.) (Fotografin: Frederike Kolz)

Am 06.02.2020 war es wieder so weit. Wie bereits im vorangegangenen Jahr, nahm das Warndt-Gymnasium auch in diesem Jahr an dem Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia im Bereich Gerätturnen teil. Das Warndt-Gymnasium startete in der Altersklasse WK III und war durch die beiden Achtklässlerinnen Sophie Jochem und Annika Mahler sowie den Sechstklässlerinnen Sarah Bach, Lina Luxemburger und Lotta Heinz vertreten.

Bereits bei der Ankunft am frühen Morgen erwartete uns im Leistungszentrum Homburg-Erbach eine große Anzahl an Mitstreiterinnen anderer bundesweiter Schulen, die unseren Sportlerinnen ordentlich Konkurrenz bieten sollten. Unsere Mannschaft begann den Wettkampf mit dem Boden, das erste der vier Geräte, die geturnt werden mussten. Nach guten Leistungen am ersten Gerät und ordentlichen Ergebnissen am Sprung, erwiesen sich die beiden letzten Geräte, Stufenbarren und Balken, als die besten. Besonders am Balken, dem eigentlichen Zittergerät, turnten die Mädchen hoch konzentriert und mit nur kleinen Unsicherheiten ihre Übungen durch. Alle fünf riefen ihr ganzes Können ab und absolvierten bravourös die geforderten Anforderungen.

Nach einem spannenden, ca. zweistündigen Wettkampf wurden die Mädels für ihre guten Leistungen belohnt. Hinter den Top-Mannschaften vom Saarbrücker Gymnasium am Rotenbühl und des JKG aus Lebach erreichte das Warndt-Gymnasium einen hervorragenden 3.Platz in einem starkenTeilnehmerfeld von 13 Mannschaften.

Wir sind sehr stolz und gratulieren euch an der Stelle nochmals zu euren persönlichen Leistungen und hoffen, dass das WG auch im Jahr 2021 auf euch zählen kann.

Bereits zum 16. Mal wird im Jahr 2020 das grenzüberschreitende „Konzert der Gymnasien“ als Gemeinschaftsprojekt des Warndt-Gymnasiums Völklingen mit lothringischen Partnerschulen aus Forbach und Metz stattfinden. Tristan und Isolde, Orpheus und Eurydike, Heloisa und Abaelard ... "Die glückliche Liebe hat keine Geschichte", schrieb einst der Schweizer Philosoph Denis de Rougemont... Leidenschaft dagegen ist immer berührend, da sie ein Synonym von Schmerz ist. Welches Liebespaar mit seinem tragischen Schicksal könnte hier mehr ins Auge springen als Romeo und Julia? Dieses jugendliche Paar, das zwei verfeindeten Familien entstammt, den Montagues und den Capulets, die sich ewigen Hass geschworen haben. Die Handlung führt uns ins italienische Verona des ausgehenden 14. Jahrhunderts. Und doch ist ihre Geschichte zugleich zeitlos und universell. Um genau dies in Szene zu setzen, hat das „Konzert der Gymnasien“ in diesem Jahr eine musikalische Sprache von der Zeit des Barock bis zum Pop/Rock unserer Tage gewählt. Shakespeares Text wurde bearbeitet und zum Teil neu geschrieben, um das Stück in die Erfahrungswelt der Jugendlichen von heute zu bringen. Die Verbindung zwischen Chor, Symphonieorchester, Rockband, Theater und Tanz eröffnet so die Möglichkeit, dieses mythische Liebespaar zu neuem Leben zu erwecken und ihre Geschichte von Liebe und Tod in einer genreüberschreitenden Inszenierung neu zu erzählen.

Alle Mitwirkenden würden sich sehr darüber freuen, am Freitag, 13. März 2020 in der Gebläsehalle im Weltkulturerbe Völklinger Hütte vor einem großen Publikum singen und spielen zu dürfen!

Eintrittskarten sind auch im Sekretariat des Warndt-Gymnasiums erhältlich.

Der Einlass beginnt um 19:00 Uhr, so dass genügend Zeit bleibt, sich vor Beginn des Konzertes (20:00 Uhr) noch mit Getränken oder Brezeln zu stärken.

 

Von Anfang an und über 28 Jahre prägte Elmar Maier die Geschichte des Warndt-Gymnasiums. Geboren 1934 in Heusweiler, legte er 1954 das Abitur am humanistischen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ab. Es folgte das Studium der Fächer Biologie, Chemie und Mathematik an der Universität des Saarlandes, das er 1961 mit der wissenschaftlichen Prüfung für das höhere Lehramt abschloss, um danach den Vorbereitungsdienst zu absolvieren.

Ab April 1964 war er im saarländischen Schuldienst tätig, zunächst in Blieskastel und am Realgymnasium Völklingen, um schließlich im September 1969 zum Gründungskollegium des Warndt-Gymnasiums zu gehören. Bereits 1970 wurde er kommissarisch mit der Übernahme der Aufgaben des stellvertretenden Schulleiters betraut und zum Oberstudienrat ernannt. 1972 folgte die Ernennung zum Studiendirektor. Ab 1974 schließlich hatte er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1997 das Amt des ständigen Vertreters des Schulleiters inne. In dieser Zeit war er zudem auch Chronist der Schule.

Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus dieser Zeit erinnern sich an einen loyalen und kompetenten Kollegen, der bei Problemen stets behilflich war. Es bleibt die Dankbarkeit für seine hervorragende Arbeit.

Privat widmete sich Elmar Maier dem Tischtennissport und der Geschichte seines Heimatortes Heusweiler. Er veröffentlichte mehrere heimatkundliche Broschüren und Bücher und wurde für diese Tätigkeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Wir werden Elmar Maier ein würdiges Andenken bewahren und drücken seinen Angehörigen unser herzliches Beileid aus.

Die Schulgemeinschaft des Warndt-Gymnasiums


 Herr Klein von amnesty international informiert am WG über Verstöße gegen die Menschrechte.

Jedes Jahr wird von Amnesty International ein Briefmarathon veranstaltet. Was ist Amnesty International überhaupt?

Es ist eine Hilfsorganisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt und das ohne die Hilfe des Staates. Amnesty International ist eine sogenannte Non-Profit-Organisation, sie ist also nicht gewinnorientiert und alle Mitglieder, bis auf wenige Ausnahmen, arbeiten dort ehrenamtlich. Zudem investieren sie alle erhaltenen Spenden in die Hilfe, wie z.B. den Briefmarathon.

Vor dem Briefmarathon, welcher am 18.12.2019 in der 6.Stunde stattfand, hatten wir vorab mit Herrn Klein, der sich erneut für das Warndt-Gymnasium zur Verfügung stellte, Zeit, um ein kleines Interview durchzuführen.

Er berichtete auch, dass sich der Hauptsitz von Amnesty International in London befindet und der deutsche Hauptsitz in Berlin. Er selbst kam 1972 zu amnesty, als er einen Infostand über die Hilfsorganisation, die nur 11 Jahre davor gegründet worden war, entdeckte. Seit 1975 ist er Mitglied. Die Hilfsorganisation ist meist in Städten aktiver als in den ländlichen Regionen. Sie werden manchmal als politisch linksstehend angesehen, sind aber tatsächlich komplett überparteilich.

Beim Briefmarathon können vorgefertigte Briefe zu 10 verschiedenen Fällen ausgefüllt werden. In den Fällen geht es um Personen, die in anderen Ländern zu Unrecht verurteilt wurden oder sich offen gegen die Politik des Staates wenden. Die Briefe werden dann meist an die Regierungen der entsprechenden Länder geschickt, um dem Urteil entgegenzuwirken, Haftbedingungen zu verbessern oder den Menschen Schutz vor Verfolgungen zu bieten. Manchmal bieten die Briefe aber auch schlicht Trost, wenn den Gefangenen klar wird, dass sie nicht vergessen sind.

Das Motto zur Aktion lautet: MUT BRAUCHT SCHUTZ! Frei kommen die Menschen meist leider nicht, aber durch die plötzliche Bekanntheit verbessern sich häufig die Haftbedingungen und in manchen Fällen wird das Urteil auch verringert. Manchmal wird auch einfach bereits durch die Bekanntheit und Öffentlichkeit Schutz gegeben, damit ein plötzliches Verschwinden erst gar nicht möglich wird. Am Briefmarathon selbst hat Herr Klein drei Fälle vorgestellt.

  1. Yasaman Aryani und ihre Mutter, die in einer U-Bahn Blumen verteilten und damit gegen den Kopftuchzwang im Iran protestierten. Sie wurde dafür zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. (Iran)
  2. Marinel Sumook Ubaldo setzt sich für den Klimaschutz ein, seit ein verheerender Taifun ihr Dorf Matarinao zerstörte. Die junge Aktivistin fordert ein Umdenken auf den Philippinen, aber auch weltweit. (Philippinen)
  3. Sarah Mardini und Seán retteten ein Flüchtlingsboot vor der Küste der griechischen Insel Lesbos. Statt für diese heldenhafte Aktion Anerkennung zu erhalten, drohen ihnen bis zu 25 Jahre Haft. (Griechenland)

Die Schüler der 9. Klasse hatten im Anschluss die Chance, vorgefertigte Briefe zu unterschreiben, um diese Aktivisten zu unterstützen. Natürlich war ihnen freigestellt, ob sie nun einen, zwei oder alle drei Briefe unterschreiben. Das Unterschreiben bedarf der vorherigen Zustimmung der Eltern, aber nahezu jeder berechtigte Teilnehmer nahm das Angebot an und unterschrieb dann schließlich alle drei Briefe. Obwohl nur knapp die Hälfte der Schüler teilnehmen durfte, kam eine beachtliche Menge an Briefen zusammen, die von Herrn Klein mitgenommen und verschickt wurden.

Wie in den letzten Jahren auch stellt der Briefmarathon eine Möglichkeit dar, den Tag der Menschenrechte ins Bewusstsein zu rufen, der am 10.12. begangen wird, um uns an die Bedeutung der Menschenrechte zu erinnern, aber auch daran, dass es auch über 70 Jahre nach der Deklaration der Menschenrechte im Jahre 1948 leider immer noch viele Verstöße gegen sie gibt.

Wir als UNESCO-Projektschule beteiligen uns gerne an einer solchen Aktion, da Menschen unterstützt werden sollten, die unter Verstößen gegen die Menschenrechte leiden. Unser Einsatz erfordert deutlich weniger Mut, da wir keine Konsequenzen für uns fürchten müssen und unser Einsatz für die Menschenrechte ist wichtig.

Organisiert wurde der Briefmarathon von dem Ethik Kurs der Klassenstufe 9.