Das Warndt-Gymnasium trauert um seinen ehemaligen Didaktikleiter, Studiendirektor Klaus Fromm

«Ich hätte heute hundert Dinge zu sagen, aber ich beschränke mich auf drei“, mit diesen Worten begann unser ehemaliger Kollege Klaus Fromm oft seine Redebeiträge in Konferenzen oder Dienstbesprechungen.

Auch das Kollegium des Warndt-Gymnasiums würde gerne hundert, wenn nicht tausend Dinge zu seinem ehemaligen Didaktikleiter sagen – vielen fallen sicherlich interessante Bonmots, dienstliche und private Begegnungen oder einfach nur der gemeinsam verbrachte Schulalltag ein.

Wie Klaus Fromm beschränken wir uns jedoch ebenfalls auf drei wichtige Aspekte seines Wirkens und Schaffens am Warndt-Gymnasium:

  1. Klaus Fromm war ein saarländische Preuße im besten Sinne des Wortes: Akkurat, genau, und zuverlässig. Sowohl auf Klaus Fromm als auch auf seine Zusagen war stets Verlass. Ein „Ja“ war ein „Ja“, ein „Nein“ war ein „Nein“, wie es die ehemalige stellvertretende Schulleiterin Annemarie Pauly einmal prägnant auf den Punkt brachte. Hohe Ansprüche im puncto Arbeitsdisziplin stellte er zuerst an sich selbst und dann an seine Kollegen – die diese nicht immer zur vollsten Zufriedenheit erfüllen konnten, aber es zumindest stets versuchten …
  2. Klaus Fromm war ein couragierter und geradliniger Mann, der seine Meinung stets offen und in konstruktiver Weise kundtat – ohne zu taktieren oder auf die herrschende Stimmung und den Zeitgeist zu schielen. Auch scheute er sich nie, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Im Vordergrund stand dabei jedoch nie seine eigene Person, denn dem leidenschaftlichen Mathematik- und Physiklehrer lagen jede Egozentrik und Eitelkeit fern. Klaus Fromm ging es um die Sache – hier können sich vielePädagogen immer noch ein Beispiel nehmen.
  3. Klaus Fromm war nebenbei aber einfach auch ein „toller Typ“, um es salopp zu formulieren. Mit vielen jungen Kolleginnen und Kollegen strich er – als Mitglied der Schulleitung – verschiedene Räume des Warndt-Gymnasiums, half bei Umzügen oder stand einfach mit Rat und Tat zur Seite, wenn es mal brenzlig war oder wurde.

„Wenn man alt wird, macht man manchmal komische Sachen“, sagte mir einmal mein ehemalige Kollege Klaus Fromm in einem Pausengespräch. Schade, Herr Fromm, dass es Ihnen nicht vergönnt war, älter zu werden!

Wir werden Ihnen ein würdiges Andenken bewahren. Unsere Gedanken sind bei Ihrer Familie!

Die Schulgemeinschaft des Warndt-Gymnasiums

Die Festwoche zum Abschluss des Jubiläumsjahrs, mit dem das Warndt-Gymnasium auf ein erfolgreiches halbes Jahrhundert pädagogischer Arbeit zurückblickte, wurde mit einem Festakt eröffnet. Am Ende der Fest- und Projektwoche stand das große Schulfest.

Eröffnet wurde die Festwoche mit dem Festakt im Dorfgemeinschaftshaus Geislautern unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Christiane Blatt, die in ihrem Grußwort das außergewöhnliche Engagement der Schulgemeinschaft am Warndt-Gymnasium betonte. Die Theaterprojekte sowie das Programm Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage seien nur wenige Beispiele für den Initiativgeist, der aus Schülerinnen und Schülern tolle Menschen mache. Für diese Arbeit sprach die Oberbürgermeisterin ihren Dank aus und versprach dem Warndt-Gymnasium eine Geldspende aus ihrem persönlichen Budget.

Schulleiter Armin Claus verwendete für seine Rückbetrachtung auf die fünfzigjährige Geschichte des Warndt-Gymnasiums das Bild des Schiffs, auf dessen Brücke im Laufe des vergangenen halben Jahrhunderts mehrere Kapitäne die Geschicke desselben und seiner Besatzung und Passagiere lenkten. Als aktueller Schiffsführer wiederholte Herr Claus die Hoffnung auf Erweiterung der Kajüten aufgrund der starken Nachfrage nach Buchungen in den vergangenen Jahren.

Stefan Hauter, vormals selbst Lehrer am WG, sprach das Grußwort des Ministeriums für Bildung und Kultur und nutzte seinen ganz persönlichen Bezug zu dieser Schule. In seiner Rede unterstrich er die Stärken der Schule, die sich aus der geographischen Lage im Grünen, am Rande der Bundesrepublik, jedoch ehemals im Herzen der Industrie sowie aus der Nähe zu Frankreich speisen und die eine enorme Integrationskraft bedingen. Die Verknüpfung von kritischer Distanz und professioneller Offenheit gegenüber pädagogischen und didaktischen Neuentwicklungen sowie der gegenseitige Respekt mache das Warndt-Gymnasium zu einer im modernen Sinne humanistischen Schule.

Das Grußwort des Regionalverbandes Saarbrücken als Schulträger sprach Norbert Degen, der das Warndt-Gymnasium als modernen, beliebten und zukunftsfähigen Schulstandort beschrieb und nach einem Rückblick auf kürzlich geschehene Baumaßnahmen weitere bauliche Erweiterungen in Aussicht stellte.

Die Festrede hielten mit Roland Rau und Andreas Müller zwei Personen, die beide auf unterschiedliche Weise fast ihr ganzes Leben mit dem Warndt-Gymnasium verbunden sind. Beide sind ehemalige Schüler des WG, Roland Rau ist seit 2014 stellvertretender Schulleiter, Andreas Müller war bis 2019 Elternvertreter und Vorsitzender des Fördervereins. In ihrer Rede warfen sie einen sehr persönlichen Blick auf das vergangene halbe Jahrhundert und stellten den Bericht über die bauliche Entwicklung sowie die Entwicklung der Schülerzahlen der Bedeutung von Personen gegenüber, die mit Erinnerungen oft eng verknüpft seien. Auch Herr Rau und Herr Müller betonten das inner- und außerschulische Engagement sowie das Gemeinschaftsgefühl, das das Warndt-Gymnasium auszeichne.

Eingerahmt wurden die Grußworte und Reden in musikalische und tänzerische Darbietungen von Schülerinnen und Schülern. Durch das Programm und den Abend führte Christian Bur.

50 Jahre Warndt-Gymnasium

Schulfest am 28.9.2019

 

11-16 Uhr Präsentation der Projektarbeiten

Ab 16.30 Uhr gemütlicher Ausklang auf dem Schulhof

 

Alle Ehemaligen und Freunde des Warndt-Gymnasiums sind herzlich eingeladen!