Amnesty 2018

Alljährlich wird von Amnesty International ein Briefmarathon veranstaltet. Hunderttausende Menschen weltweit fordern anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen deren Rechte verletzt werden. Mit dem Ziel Einfluss auf Regierungen zu nehmen, politische Gefangene freizulassen, Unrecht zu beenden oder auch Solidaritätsnachrichten an Mensch zu richten, deren Rechte verletzt wurden.

 

Der gemeinsame Einsatz ist häufig erfolgreich: Zu Unrecht inhaftierte Menschen werden freigelassen, diskriminierende Gesetzestexte geändert und politische Aktivistinnen und Aktivisten in ihrer Arbeit unterstützt und gestärkt. Das gemeinsame Briefeschreiben zeigt die Kraft der Amnesty-Bewegung: An wenigen Tagen konzentrieren sich Menschen auf der ganzen Welt auf das Schicksal Einzelner. Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Einen einzelnen Brief können die Behörden ungelesen wegwerfen, aber tausende von Schreiben, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen, lassen sich nicht ignorieren!

Der Wunsch von Amnesty International ist es, mehr Menschen dafür zu gewinnen sich mit den Menschenrechten auseinander zu setzen und dafür zu Kämpfen, dass sie eingehalten werden. Im Jahr 2016 wurden 4,6 Millionen Briefe und Emails verschickt, davon allein 326.000 aus Deutschland 

Auch dieses Jahr stellte Herr Klein von Amnesty International am 29. 11.17 den Schülern der Klassenstufe 9 die Arbeit von Amnesty und  unterschiedliche Fällen vor, die dieses Jahr im Rahmen des Briefmarathons im Focus stehen. Er sagte, dass die Arbeit bei Amnesty oft mit einem Marathon vergleichbar sei, da man oft jahrelang als Gruppe an einem Fall arbeite und das sehr viel Ausdauer erfordere.

Es wurde auch über die Probleme gesprochen, die unter Umständen durch Engagement ausgelöst werden. So wurde über einen Fall in der Türkei berichtet, der Amnesty Mitarbeiter betraf, aber es war klar, dass man unter Umständen zum Beispiel auch als Unterstützer im Rahmen des Briefmarathons berücksichtigen muss, dass es Probleme bei einem Türkeiaufenthalt geben könnte, wenn man aktiv wird. Daher wurden zu diesem Fall auch keine Briefe von Schülern verschickt.

Die beiden Fälle, die die Schüler brieflich unterstützen konnten, bezogen sich auf eine Frau aus Jamaika und einen Mann aus dem Tschad.

Shackelia Jackson aus Jamaika fordert die Aufklärung des Mordes an ihrem Bruder. Dieser wurde von einem Polizisten, der ihn mit einem gesuchten Verbrecher verwechselt hatte, erschossen. Sie wird deswegen immer wieder von der Polizei eingeschüchtert.

Weil Mahadine als Menschenrechtsaktivist und Blogger im Tschad aktiv ist, also auch regierungskritische Videos postete, droht ihm lebenslange Haft.

Für uns als UNESCO-Projektschule sind die Menschenrechte und deren Einhaltung ein wichtiges Thema, das wir mit einer solchen Aktion gerne unterstützen. Man sieht, dass man etwas tun kann, auch wenn es scheinbar nur eine Kleinigkeit ist, die aber dann in der Summe große Wirkung hat.

Mitorganisiert und begleitet wurde die Veranstaltung von Schülern der Klassenstufe 9, die am Ethikunterricht teilnehmen.

Weitere Informationen erhält man unter amnesty.de/kampagnen    

Text von Lenny Schommer, Elif Erbol und C. Löffler