Chemisches Theater 141     Chemisches Theater 142

Am 20. und 21. Februar 2014 führten die Schüler des Seminarfachs „Chemisches Theater“ die Komödie „Blaues Blut und Erbsensuppe“ auf und verbanden dabei die Schauspielkunst mit spannenden naturwissenschaftlichen Experimenten.
Wir danken allen Mitwirkenden für ihr Engagement. Über das zahlreich erschienene Publikum haben wir uns gefreut!

Was haben eigentlich chemische Experimente mit der Schauspielerei zu tun? Diese Frage beantworteten die Zwölftklässler des Seminarfachs auf humorvolle und zugleich eindrucksvolle Art und Weise, denn in dem von Dieter Adam geschriebenen Dreiakter „Blaues Blut und Erbsensuppe“ verbanden sie den kurzweiligen Inhalt des Dramas mit vielen spannenden chemischen Effekten. Mit diesem Konzept überraschten und erstaunten sie nicht selten das zahlreich erschienene Publikum.

Für große Belustigung und viel Szenenapplaus sorgte schon die heitere Handlung der Komödie: Otto Neureich hat nämlich über 20 Jahre lang sein Geld mit einer Rostwurstbude verdient, bis er durch eine Erfindung zum Millionär wird. Während nun für Otto und seine Tochter Bettina das Leben so weiter gehen kann, möchte Gattin Ottilie zur besseren Gesellschaft gehören und die Tochter mit einem Grafen verheiraten. Als dann kurzerhand Butler Jean engagiert wird, um der Familie im Schnellkurs gute Manieren beizubringen, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Dabei werden die witzigen und oft derben Dialoge des Schwanks durch die chemischen Spezialeffekte - oft auf erstaunliche Weise - ergänzt und illustriert. So serviert Butler Jean während eines angeregten Tischgesprächs einen Sekt, der in jedem Glas seine Farbe wechselt. Mit Knall und Rauch explodiert die Zigarette des ungezogenen Grafensohns Hugo Romandeaux auf der Theaterbühne und sorgt damit für Angst und Schrecken bei den anwesenden Gästen. Letztlich zeigt die schäumende Erbsensuppe nur zu sinnfällig, dass es zwischen den Mitgliedern der Familie Neureich im wahrsten Sinne des Wortes „brodelt“.

„Als Hobby-Schauspieler und Chemielehrer war ich schon seit längerem daran interessiert, gemeinsam mit einer Schülergruppe meine beiden Leidenschaften zusammenzubringen“, erklärt Studienrat Sven Peters seine Motivation, diese etwas andere Komödie aufzuführen. Als verantwortlicher Lehrer leitete er das Seminarfach „Chemisches Theater“ über knapp vier Schulhalbjahre und führte bei dem kurzweiligen Theaterstück die Regie. Ohne Zweifel war die Aufführung des unterhaltsamen Schwanks nun der krönende Abschluss einer zweijährigen Arbeit, in der sich die Schüler sowohl mit der Theorie und Praxis des Schauspielerns als auch mit chemischen Experimenten auseinander setzten.

Das Warndt-Gymnasium dankt allen Mitwirkenden für ihr Engagement und freut sich auf viele weitere „chemisch angereicherte“ Theatervorstellungen!