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Am 16.11.2012 öffnete das Warndt-Gymnasium von 17 bis 20 Uhr seine Tore für alle Viertklässler der Umgebung. Unter dem Motto „Hexen, Grusel, Abenteuer...“ erwarteten die Kinder fünf verschiedene Räume, die voller Spannung und Überraschung steckten.

Fast könnte man meinen, dass sich das Warndt-Gymnasium an diesem trüben Novemberabend in ein Spukschloss verwandelt hätte. Abgedunkelte Räume, erleuchtete Halloween-Kürbisse und eine Vielzahl von gruseligen Fantasiegestalten prägten an diesem Freitag das Bild der Schule. Es war einfach die perfekte Atmosphäre für einen „unheimlichen“ Leseabend, zu dem alle Viertklässler der Umgebung eingeladen waren. Und ohne Zweifel kamen hier alle Grundschüler, ob Jungen oder Mädchen, vollends auf ihre Kosten.

In verschiedenen Räumen lasen ihnen Schülerinnen und Schüler der Unesco-AG kurzweilige Hexen-, Gespenster- und Abenteuergeschichten vor und fesselten damit einige Zuhörer so, dass diese den jeweiligen Raum gar nicht mehr verlassen wollten. Und das verwundert wenig, wenn man die abendlichen Vorleserunden einmal genauer in den Blick nimmt. So waren der ???-Raum sowie der Geistersaal mit gespenstisch anmutenden Requisiten, wie einer grossen Schlosstruhe oder einem Skelett, ausgestattet und weckten auf diese Weise sofort das Interesse der jungen Besucher. Die ausgewählten Geschichten trugen die Warndt-Gymnasiastinnen und Warndt-Gymnasiasten nahezu professionell vor und gingen dabei ebenso auf Fragen oder Anmerkungen ihrer Gäste ein. Besonders angetan hatte es vielen Kindern eine als Hexe verkleidete Schülerin, die mit ihrem Besen so manche Passage des vorgetragenen Romans in lebendiger Weise veranschaulichte. Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war das von den Studienräten Michaela Reimringer und Sven Peters vorgeführte chemische Theater. Mit witzigen Dialogen und faszinierenden Experimenten brachten die Lehrer, alias Professor und Hexe, alle Schüler zum Lachen und begeisterten somit sicher den einen oder anderen für das manchmal als kompliziert geltende Fach Chemie.

Neben den zahlreichen Angeboten war jedoch ebenfalls für Abwechslung gesorgt: Wer eine kleine Pause einlegen wollte, konnte in eigens dafür hergerichteten Räumen ein Lesezeichen basteln oder sich als Fabelwesen schminken lassen. Und auch bei den Eltern der Viertklässler kam in der Lesezeit keine Langeweile auf, denn die Elternvertretung des Warndt-Gymnasiums hatte eingeladen, sich in gemütlicher, ungezwungener Atmosphäre über das Warndt-Gymnasium zu informieren. Frage und Antwort standen ihnen hierbei nicht nur Mitglieder der Schulleitung oder Lehrer, sondern vor allem Elternvertreter mit Schulelternsprecher Stephan Saar und Vertreterin Ulrike Dorr. Am Ende des Abends zogen alle Beteiligten eine durchweg positive Bilanz.

Kerstin Bay, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Carmen Fontaine den Abend federführend organisiert hatte, hob vor allem die herausragenden Fähigkeiten der Schüler hervor: „Ich bin stolz auf unsere Schüler, die den Leseabend fast vollständig in Eigenregie gestaltet und damit gezeigt haben: Warndtgymnasiasten können das!“ Diesen Worten schließt sich die Schulgemeinschaft des Warndt-Gymnasiums an und bedankt sich nochmals bei allen Beteiligten sowie bei den zahlreich erschienenen Gästen.