Konzert 151     KonzertGymnasienWG15

Für den SR 2 - Beitrag (ab Minute 9:55) hier klicken. Die Aufführungen fanden jeweils um 20:00 Uhr am 

04.03.2015 im Carreau in Forbach
11.03.2015 in der Gasgebläsehalle in Völklingen
19.03.2015
im Arsenal in Metz

statt.

Wir danken dem zahlreich erschienenen Publikum!

Gemeinsam mit seinen französischen Partnerschulen brachte das Völklinger Warndt-Gymnasium ein buntes Feuerwerk zu Ehren des deutsch-französischen Musikers Jacques Offenbach auf die Bühne. Das Publikum war begeistert!

„Beim Lächeln des Monsieur Offenbach“ – ohne Zweifel war beim diesjährigen Konzert der Gymnasien der Titel Programm, denn in den drei Konzerten drehte sich alles um das Schaffen dieses außergewöhnlichen Komponisten, der als „Erfinder der Operette“ in die Geschichte der klassischen Musik einging. „Nach einer sehr tragischen Inszenierung im letzten Jahr wollten wir uns nun dem Märchenhaften zuwenden“, erklärte Nils Hollendieck, der am Warndt-Gymnasium unterrichtet und für die künstlerische Leistung des Bühnenprojekts verantwortlich zeichnet. Und dieses Ziel haben die Sänger, Musiker und Tänzer auf jeden Fall erreicht.

So hat Studienrat Nils Hollendieck eine wirklich originelle und vor allem kurzweilige Handlung entworfen, in der die Motive des Offenbach’schen Schaffens auf eine sehr unterhaltsame Art verarbeitet werden. Kongenial umgesetzt wurde die Ideen des Chef-Dramaturgen von den rund 250 Schülern, Lehrern und Eltern, die bei den drei Konzerten mitwirkten und die die flotte Handlung mit Schwung und Leben füllten. Und die musikalischen „Highlights“ wie "La Vie parisienne", "Orpheus aus der Unterwelt" und "Die schöne Helena" verbanden die Künstler mit vielen Sprechpartien, Balletteinlagen und Choreinsätzen, sodass aus dem Stoff ein aktuelles Kunstwerk wurde, das seinesgleichen sucht.

Dabei zeigt bereits ein Blick auf den Plot des Musikprojekts, dass es beim diesjährige „Concert des lycées“ im besten Sinne des Wortes „drunter und drüber“ ging: In „Le sourire de Monsieur Offenbach“ ist der bekannte Konzertmeister nicht gestorben, sondern arbeitet als Aufseher in einem deutsch-französischen Internat. Die Puppe Olympia aus seiner Oper „Hoffmanns Erzählungen" hat er gewissenhaft versteckt. Aber der Bösewicht Dapertutto –gespielt von Nils Hollendieck - schleicht sich als neuer Schuldirektor ein, um Olympia ausfindig zu machen und wieder auf die Bühne zu bringen. Mit vereinten Kräften schaffen es die Internatsschüler jedoch, den bösen Direktor unschädlich zu machen und Olympia zu befreien.

Bemerkenswerte Momente gibt es in dieser Aufführung einige: So liefern sich die Darsteller gleich zu Beginn der Inszenierung eine denkwürdige Kissenschlacht, zu der die Musik von Jacques Offenbach erklingt. Erfrischend sind ebenso die zahlreichen kessen Antworten, die die Internatsbewohner – gespielt von Schülern der unter- und Mittelstufe – dem böswilligen Dapertutto entgegen setzen. Deshalb ist es zum Schluss auch keinesfalls traurig, dass die Figuren wieder in die Opernwelt zurückkehren müssen. „Was für eine tolle Maskerade et quelle nuit“, rufen zwei Schauspielerinnen in deutscher und französischer Sprache aus, schleudern Kissen ins Publikum und machen damit deutlich, was das Konzert der Gymnasien im Jahre 2015 war: ein großes und amüsantes Potpourri aus Gesang, Musik und Tanz!