Schuman 18   

Vom 13. bis zum 27. Oktober verbrachten die Jugendlichen aus Lothringen eine interessante und spannende Zeit bei ihren Gastschülern aus Geislautern. 

«Je m’appelle Carmen, ça va ! » « Alles klar, ich heiße Zoé. Mir geht es auch gut.“ In lockerer und unbeschwerter Weise stellen sich Warndtgymnasiastin Zoé Käufer aus Ludweiler und Collège–Schülerin Carmen Stumpf einander vor. Sie nehmen am deutsch–französischen Schuman-Austausch teil und sind „Correspondants“, Austauschpartner. „Dass die Chemie zwischen den Schülern stimmte, erkannte man auf Anhieb“, resümiert Französischlehrer und Austausch-Koordinator André Hischemöller abschließend die Austauschbegegnungen und fügt hinzu: „Positiv war vor allem die Offenheit, mit der Deutsche und Franzosen aufeinander zugingen.“ Ganz selbstverständlich wurden Fragen zur Familie, zu den Lieblingsfächern oder den Freizeitaktivitäten gestellt. Zwar wußte man schon so manches über den Partner, weil man über das saarländische Kultusministerium und die Académe Nancy-Metz die speziell konzipierten Personalbögen ausgetauscht hatte. Doch jetzt war es an der Zeit, den anderen endlich genauer und vor allem besser kennen zu lernen.

Und dieses gegenseitige Kennenlernen hätte am Warndt-Gymnasium nicht besser verlaufen können. Schnell waren die „Neuen“ nicht nur in ihre deutschen Familien, sondern ebenfalls in die jeweilige Klassengemeinschaft integriert. An Aktivitäten mangelte es den Schulkameraden aus dem Nachbarland ebenso wenig. Denn neben den gemeinsamen Wochenend-Ausflügen mit der Gastfamilie, die oft die Städte Saarbrücken oder Saarlouis zum Ziel hatten, waren die „Correspondants“ wie selbstverständlich in den Ablauf des Schulvormittags eingebunden.

So fungierten sie als „Assistant“ und „Trainer“ im Französischunterricht oder brachten bisweilen ihr detailliertes Wissen in den naturwissenschaftlichen Fächern ein. „Deutschland ist klasse“, war somit das Fazit von Julie aus Faulquemont. Der jungen Französin hat es vor allem gefallen, dass der Umgang zwischen Lehrern und Schülern sehr entspannt ist und der Unterricht oft nur den Vormittag in Anspruch nimmt. Da kann man am Nachmittag noch einiges gemeinsam unternehmen.

Klar, dass nach den zusammen verbrachten Wochen der Abschied schwerfällt. „Wir würden gerne noch länger bleiben“, seufzen die Schülerinnen aus Frankreich und zeigen damit, wie gut die deutsch-französische Verständigung im Warndt funktioniert hat. Auch das Warndt-Gymnasium bedankt sich für den angenehmen Besuch und wünscht seinen Schülern einen interessanten Aufenthalt im benachbarten Frankreich.