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Ebenso wie unsere Erde ein winziger Punkt unter Milliarden anderen im Universum ist, so ist auch ein einzelner Wassertropfen nichts als ein winziger Punkt auf unserer Erde - ebenso unter Milliarden. Aus großer Distanz leicht zu übersehen und nichts Besonderes.
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nd dennoch lohnt sich ein genauer Blick, auf beide! Die Welt in einem Wassertropfen zu entdecken: das versuchten die Schüler der AG Schüler experimentieren/Jugend forscht von Studienrätin Aline Freyes und Studienrat Sven Peters an einem sonnigen Montag im Mai.
Johannes Werle, Biologielehrer an der international anerkannten UNESCO-Projektschule, organisierte und führte durch die beiden AG-Stunden. Ermöglicht wurde diese „Reise in den Mikrokosmos Wassertropfen“ durch die neuen binokularen Mikroskope, deren Anschaffung der Verein der Freunde Rotary Völklingen e.V. durch eine großzügige Spende ermöglicht hatte.

 

Damit  trägt der Völklinger Verein in entscheidender Weise dazu bei, das Projekt „Ökologische Werkstatt“ Warndt-Gymnasium weiter zu entwickeln. In diesem Rahmen sollen alle Schüler zu nachhaltigem und umweltfreundlichem Handeln ermuntert und befähigt werden. Dass dieses Projekt ein Erfolgsmodell ist, zeigen Aktivitäten, wie eine kürzlich gegründete Upcycling-Juniorfirma oder zahlreiche Vorträge zum ökologischen Fußabdruck.

In Geislautern stand nun somit ein weiterer großer Moment vor der Tür: Dr. Christian Baschab sowie die Herren Becker und Beyer waren als Repräsentanten des Clubs zur Übergabe gekommen und wurden Zeugen, wie die Mikroskope anlässlich der AG-Stunde „eingeweiht“ wurden. Was sich für die Schüler der AG hier zunächst recht unspektakulär anhörte, entpuppte sich schnell als eine große Überraschung.

Die Jugendlichen fanden dank der neuen, leicht handhabbaren und ausgefeilten Technik eine Vielzahl unterschiedlicher Lebewesen in einem einzigen Tropfen und machten sich mit Begeisterung an die Bestimmung der teils futuristisch, teils absonderlich anmutenden Wasserbewohner.
Vom Wasserfloh über den Hüpferling bis hin zum Blutgefäßsystem der Eintagsfliegenlarve - jeder Fund wurde mit Interesse begutachtet. Allerdings wurde andererseits bisweilen auch die Schnelligkeit der Mikroorganismen bedauert, die durch ihre überraschenden Bewegungen mitunter schneller aus dem Sichtfeld ihrer „Jäger“ schwimmen konnten, als diese das Bild richtig scharf gestellt hatten.  Das war ein Punkt für die „Kleinen“ -  und damit begann die „Jagd“ dann eben von vorne. Ebenso schnell vergingen in dieser Atmosphäre des Entdeckens und Staunens aber auch die AG-Stunden, und kaum einer der Schüler hätte zuvor wohl je vermutet, dass man sich mit ein paar Tropfen Wasser so lange beschäftigen könnte.

Dem Rotary-Club sei an dieser Stelle nochmal herzlich gedankt, die Binokulare werden noch vielen Kindern überraschende sowie prägende Einblicke vermitteln und manch schöne Schulstunde bescheren.