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Am 15. Dezember trat unser Gymnasium dem bundesdeutschen Netzwerk Schule ohne Rassismus bei und gehört nun offiziell zum Kreis der „Courage – Schulen“.

„Wie wollen wir in einem Land der Vielfalt zusammenleben?“ Diese Frage stellen sich in der heutigen Zeit nicht nur viele Erwachsene, sondern ebenso eine immer größer werdende Anzahl von Schülern. Das Warndt-Gymnasium hat seine Antwort in diesem Zusammenhang bereits gefunden. „Wir möchten in einem toleranten Staat leben, an einer weltoffenen Schule unterrichtet werden und wir wenden uns gegen jede Art von Diskriminierung!“, erklärt Schülervertreterin Victoria Contes die Mentalität, die das Warndt-Gymnasium als international anerkannte UNESCO-Projektschule schon seit vielen Jahren kennzeichnet.

So lag es für die Geislauterner nahe, sich um den Beitritt zum Kreis der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage zu bewerben, denn alle in diesem Rahmen vereinten Bildungsanstalten sagen den sogenannten Ideologien der Ungleichwertigkeit den Kampf an und engagieren sich für ein durch Achtung und Respekt geprägtes Schulklima.

Die Voraussetzungen zum Erwerb des Titels wurden von der Schulgemeinschaft gleichsam en passant erfüllt: Nach ein paar Wochen hatten sich bereits weit mehr als die geforderten 70 Prozent aller Schulangehörigen mit ihrer Unterschrift dazu verpflichtet, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen, bei Konflikten aktiv einzugreifen und regelmäßige Projekttage zum Thema durchzuführen.

„Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft“, heißt es mahnend auf der Homepage des Projekts „Schule ohne Rassismus“. Im Hinblick auf das Warndt-Gymnasium ist jedoch klar, dass dieses Engagement schon vor dem Beitritt zum Netzwerk eine lange Tradition hatte. So wurden schon in der Vergangenheit Workshops zu den Themen „Extremismus“, „Sexuelle Orientierung“ oder „Fremdenhass“ durchgeführt. Auch die enge Kooperation mit Holocaust-Zeitzeugen, die intensive Auseinandersetzung mit politischen Themen im Rahmen der Projekte „Jugend debattiert“ und „Juniorwahlen“ oder die mannigfaltigen Aktivitäten als international anerkannte UNESCO-Projektschule förderten und fördern das politische Bewusstsein der Warndt-Gymnasiasten.

Bei der offiziellen Feierstunde zur Titelvergabe wurden diese Aspekte dann nochmals in besonderer Weise von Schulpatin Christiane Blatt gewürdigt, die sich herzlich bei der Schulgemeinschaft des Warndt-Gymnasiums für das Angebot der Patenschaft bedankte: „Heute ist für mich und das Warndt-Gymnasium ein besonderer Tag!“, erklärte die designierte Oberbürgermeisterin der Stadt Völklingen und fügte in einem eindringlichen Tonfall hinzu: „Nur wer wie das Warndt-Gymnasium die Intitiative gegen den Rassismus ergreift, kann in unserer Gesellschaft etwas verändern!“

Schulleiter Armin Claus war ebenso sehr glücklich über die erworbene Auszeichnung und hob gemeinsam mit dem Leiter der Landeszentrale für politische Bildung im Saarland, Dr. Erik Harms-Immand, den enormen Einsatz der Schüler hervor: „Ich bin begeistert über so viel Schüleraktivität und über das, was die Schüler bei dieser Feierstunde alles auf die Beine gestellt haben – angefangen von der musikalischen Umrahmung über die informativen Kurzvorträge bis hin zum gesellschaftskritischen Poetry Slam!“

Diesen Worten schließt sich die Schulgemeinschaft an und freut sich, nun als international anerkannte UNESCO-Projektschule sowie als Courage-Schule weiter am Abbau von Vorurteilen und Ungerechtigkeiten mitzuwirken.