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An unserem Gymnasium war eine Musikergruppe aus dem Kongo war zu Gast. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern veranstalteten die Künstler einen mitreißenden Workshop rund um die Melodien aus ihrer Heimat.

Bericht

Afrikanische Klänge am Warndt-Gymnasium

Die Musikergruppe „Bana Ngayme“ aus dem Kongo war zu Gast an der international anerkannten UNESCO-Projektschule in Geislautern. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern veranstalteten die Künstler einen mitreißenden Workshop rund um die Melodien aus ihrer Heimat.

« Das ist interkulturelle Bildung und musikalische Erziehung in einem! » erklärt Musiklehrer Christian Bur mit einem zufriedenen Lächeln – und das nicht ohne Grund. Denn das Geislauterner Gymnasium hat im Oktober die Ehre, eine aus Kongolesen bestehenden Combo zu einem Schülerkonzert zu empfangen. Begleitet wurden die Musiker von Pater Müller, der aus Großrosseln stammt und seit über 50 Jahren im Kongo als Missionar tätig ist. Dabei brachte das Quartett nicht nur eine Menge gute Laune, sondern ebenso viele bezaubernde Rhythmen und Songs mit.

Ohne Zweifel zogen die vier Musiker in ihrem von Pater Müller moderierten Konzert alle anwesenden Siebtklässler in ihren Bann. Denn hier wurde gemeinsam gesungen, getrommelt und sogar mit den Füßen auf den Boden gestampft, so dass sich die Balken bogen. Ergänzt und bereichert wurden die musikalischen Darbietungen von den kurzweiligen Ausführungen des Missionars aus dem Saarland, der zwischen den einzelnen Liedern viele Geschichten, Anekdoten und Begebenheiten aus dem zentralafrikanischen Staat erzählte und den Schülern auf diese Weise die Kultur des fernen Landes näherbrachte. So war zum Beispiel für viele Schüler neu, dass der Rhythmus in der afrikanischen Kultur eine herausragende Stellung einnimmt und dabei fast wichtiger als die eigentliche Melodie ist.

« Ziel erreicht! » kann man somit ohne Zweifel behaupten, denn die Schüler aus Geislautern konnten auf spielerische Weise für andere Kulturen, andere Sitten und andere Gebräuche sensibilisiert werden und sie erhielten darüber hinaus noch Extra-Unterricht in den Fächern Geschichte und Geographie. « Das ist Afrika hautnah, ja zum Anfassen » brachte es eine Schülerin aus der Klasse 7.1 dann auch stellvertretend für ihre Jahrgangskameraden auf den Punkt und verlieh so der tollen Stimmung einen prägnanten Ausdruck. Ähnlich sieht es Oberstudienrätin Christine Löffler, die an der Schule für die UNESCO-Arbeit verantwortlich zeichnet: « Hier wurden den Schülern wichtige Werte wie Toleranz, Empathie und Offenheit vermittelt, die gerade in der heutigen Zeit wichtig sind wie nie zuvor! »

Auch die Schulgemeinschaft des Warndt-Gymnasiums bedankt sich für den angenehmen Besuch und hofft auf weitere interkulturelle Begegnungen in Geislautern.