juniorwahl, 2009  

Am Warndt-Gymnasium fanden in diesem Monat wieder die Juniorwahlen statt: Dabei war die Wahlbeteiligung sehr hoch und die Parteien am linken oder rechten Rand des Parteienspektrums hatten bei uns praktisch keine Chancen

Warndt-Gymnasium: Juniorwahl 2017 – ein aktiver Beitrag zur Demokratieerziehung

 Wie würde der deutsche Bundestag aussehen, wenn die Schüler des Warndt-Gymnasiums die Bundesbevölkerung wären?

Diese Frage war interessant und spannend. Beantworten konnte man sie aber erst am 24. September, dem Sonntag der Bundestagswahl, denn an diesem Tag wurde um 18.00 Uhr ebenfalls das Gesamtergebnis der Juniorwahl unter www.juniorwahl.de veröffentlicht.

Juniorwahl - das ist ein bundesweites Schulprojekt, in dessen Rahmen Schüler ab der Klassenstufe 7 einmal selbst die politische Mitbestimmung simulieren und wie die volljährigen Bürger wählen gehen können. Nach den Juniorwahlen im Jahre 2013 nahm unsere Schule in diesem Jahr erneut an der beliebten Veranstaltung teil und ermöglichte den Schülern auf diese Weise eine ganz praktische Lektion in politischer Bildung. Dabei lag es auf der Hand, dass die Schüler beim Wählen nicht allein gelassen wurden. Bereits im Vorfeld besprachen die Lehrer der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer alle wichtigen Informationen zum Urnengang. Und selbst kurz bevor die die Schüler online ihr Kreuz machten, konnten sie im Wahllokal der Schule noch verschiedene Hilfestellungen, wie den Wahl - O - Mat im Internet oder andere Angebote zur Online-Recherche, nutzen.

So gingen die Schüler gut informiert in ihre Juniorwahl und wählten ein Parlament, das sich deutlich von dem realen Bundestag unterscheidet. In der Tat sprachen die Warndt-Gymnasiasten erneut den großen Volksparteien ihr volles Vertrauen aus und gaben den kleineren Parteien eher seltener ihre Stimme: So lagen die CDU/CSU und die SPD am Warndt-Gymnasium als Spitzenreiter weit vorne und kamen auf 37,9 beziehungsweise 29,4 Prozent. Die FDP gehörte – anders als bei der echten Bundestagswahl - dem Parlament des Geislauterner Gymnasiums nicht an und verbuchte dort sogar nur 3,4 Prozent der Stimmen. Ähnlich konstant wie im Bund waren hingegen die Grünen, die mit ihren Forderungen nach ökologischer und sozialer Gerechtigkeit auf viel Zustimmung stießen und somit nach der Auszählung der Zweitstimmen knapp 9,5 Prozent erreichten.

SPD-Kandidatin Josephine Ortleb wäre mit ihrem Ergebnis an der Geislauterner Schule sicherlich recht zufrieden gewesen, denn hier hätte sie sich – so wie bei der Bundestagswahl - gegen ihre Mitbewerber um das Direktmandat knapp durchgesetzt.

Erfreulich sind am Warndt-Gymnasium zwei wichtige Fakten: So hatten die Parteien am linken sowie am rechten Rand des politischen Spektrums nur wenig Chancen. Bezeichnenderweise hat die AFD am Warndt-Gymnasium – ganz entgegen des Bundestrends – den Einzug in das Parlament mit 4,3 Prozentpunkten relativ klar verpasst – ein Beweis für die Weltoffenheit und Toleranz der Warndtgymnasiasten.

Darüber hinaus war die Wahlbeteiligung mit 92, 5 Prozent sehr hoch und zeigte deutlich, dass den Geislauterner Schülern das Wählen Spaß gemacht hat und dass sie den Urnengang als Bürgerpflicht angesehen haben. Das veranschaulicht abschließend auch die folgende Äußerung eines Achtklässlers: „Ich habe mich wirklich wie ein richtiger Staatsbürger gefühlt und konnte mich über die Parteien vielleicht besser informieren als die Erwachsenen."