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Das Warndt-Gymnasium als international anerkannte Unesco-Projektschule gehört mit seinem Projekt Eisvogelpfad zu den Siegern des Wettbewerbs Förderturm der Ideen. Mehr Informationen gibt es hier. Dieses Dokument bietet eine Zusammenfassung des Projekts.

Unbekannte Weiten? Viele Völklinger kennen das Landschaftsschutzgebiet „Rosselaue“ ohne Zweifel nur vom Hörensagen. Dabei hat sich der Landstrich zwischen Geislautern und dem Erlebnisbergwerk Velsen wirklich in sehr positiver Weise entwickelt – von einer  Brachfläche und Halde des benachbarten Bergwerks zu einer schönen Flussniederung, an der sich seltene Tierarten niedergelassen haben und die sich durch eine natürliche Vielfalt an Pflanzen auszeichnet.

„Deswegen haben wir uns überlegt, einzelne Dinge zu verändern: Damit dieser Pfad für alle Spaziergänger, Anwohner und Touristen schön gestaltet und gut zu finden ist, braucht es eigentlich nicht viel“, erklärten die Warndt-Gymnasiasten in selbstbewusster Weise und nahmen am Schülerwettbewerb „Förderturm der Ideen“ teil, der von der RAG-Stiftung unter der Schirmherrschaft des saarländischen Bildungsministeriums organisiert wird. Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen können hier Projektideen für die Verschönerung ihres Wohnortes oder ihrer Umgebung vorstellen – die besten Vorschläge werden prämiert und anschließend von Profis in die Tat umgesetzt.

Das Warndt-Gymnasium gehört nun zu den Siegern im Saarland und darf sich über ein Preisgeld im fünfstelligen Bereich freuen, das der Verwirklichung der  Ideen und Anregungen dient. Und die Vorschläge der Geislauterner Schüler können sich in der Tat sehen lassen. So soll es neben einer Eingangsbeschilderung entlang des Pfades viele Infotafeln mit QR-Codes geben, die z.B. über die Geschichte des Bergbaus und über Flora und Fauna informieren. Zur Ausstattung des Pfades schlagen die Warndtgymnasiasten außerdem vor, mehrere Bänke, eine Sitzgruppe, Mülltonnen sowie Hundetoiletten aufzustellen und eine Aussichtsplattform mit einem Fernrohr an der höher gelegenen Eisenbahntrasse anzubringen. An der Grube Velsen soll zudem es einen sicheren Fußgängerüberweg geben.

„Wir möchten, dass mehr Menschen erleben, dass man im Rosseltal das Ergebnis einer wirklich gelungenen Renaturierungsmaßnahme sehen kann, die zur Wiederansiedlung auch seltener Arten, wie des Eisvogels, geführt hat“, resümieren die Schüler ihr Projekt und erklären gleichzeitig, warum sie den knuffigen Vogel als Namensgeber ihres Projektes wählten.

Auch Schirmherr Minister Ulrich Commerçon war begeistert und hob nochmals hervor: „Der besondere Ansatz des Wettbewerbs, dass die besten Projektideen tatsächlich umgesetzt werden, hat die jungen Menschen besonders motiviert. (…) Ich freue mich sehr auf die Umsetzung der Siegerideen und bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.“ Diesen Worten schließt sich die Schulgemeinschaft des Warndt-Gymnasiums an.