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Konzert der Gymnasien 172

Am Donnerstag, dem 16. März 2017 findet um 20:00 Uhr in der Gebläsehalle Völklingen das diesjährige „Konzert der Gymnasien – Concert des Lycées“ statt. Auf dem Programm steht eine Bearbeitung des amüsanten Singspiels "L’Auberge du Cheval Blanc – Im Weißen Rössl“ des österreichischen Komponisten Ralph Benatzky.

Bericht

Konzert der Gymnasien 2017: Ein turbulenter Schwank und viele Gassenhauer

Gemeinsam mit seinen französischen Partnerschulen brachte das Völklinger Warndt-Gymnasium ein amüsantes Singspiel mit viel Wiener Schmäh auf die Bühne. Das Publikum war begeistert!

„Im weißen Rößl“ – so lautete der Titel des Werks, das von dem österreichischen Komponisten Ralph Benatzky einige Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg komponiert wurde. Und in die Idylle des gleichnamigen Hotels zog das grenzüberschreitende „Konzert der Gymnasien" in diesem Jahr ein, um dort für einiges an Durcheinander zu sorgen. Die rund 250 Schüler, Lehrer und Freunde aus deutschen und französischen Schulen der saarländisch-lothringischen Grenzregion nahmen sich dabei nicht nur der kurzweiligen Handlung an, sondern ließen ebenso viele bekannte Melodien aus den 1930er-Jahren erklingen.

„Nach einer sehr tragischen Inszenierung im letzten Jahr wollten wir uns nun wieder dem Kurzweiligen und Lustigem zuwenden“, erklärte Nils Hollendieck, der am Warndt-Gymnasium unterrichtet und für die künstlerische Leistung des Bühnenprojekts verantwortlich zeichnet. Und dieses Ziel haben die Sänger, Musiker und Tänzer auf jeden Fall erreicht.

Dabei zeigt bereits ein Blick auf den Plot des Musikprojekts, dass es beim diesjährigen „Concert des lycées“ im besten Sinne des Wortes „drunter und drüber“ ging: So handelt das Stück nicht nur von der zuerst enttäuschten und dann erfüllten Liebe zwischen dem Kellner Leopold und der Hotelbesitzerin Josepha. Auch versteht es der Dramaturg Hollendieck gekonnt, aktuelle Bezüge – wie die Beziehungsprobleme eines allein erziehenden Vaters oder das oftmals verwirrende Treiben eines großen Hotels – in die Handlung zu verweben.

Bemerkenswerte Momente gibt es in dieser Aufführung einige: So war die riesige Plüschkuh Lieselotte ein fester Bestandteil der Bühnenhandlung und fungierte nicht selten als Gradmesser für die Stimmung, die in der Herberge „Zum weißen Rößl“ gerade herrschte. Ebenso konnte sich das Hotel über viele illustre Gäste, wie über den bekannten Piraten Jack Sparrow oder den Star-Wars-Bösewicht Darth Vader, freuen. Echte Broadway-Atmosphäre kam auf, wenn die nahezu professionellen Tänzerinnen, mit vielen bunten Schirmen ausgestattet, über die Bühne fegten.

In sehr ansprechender Weise umgesetzt wurde die verschiedenen Elemente der Handlung schließlich von allen Schülern, Lehrern und Eltern, die bei den drei Konzerten mitwirkten und die die flotte Handlung mit Schwung und Leben füllten. Und die musikalischen „Highlights“ wie die Lieder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“, „Es muss was Wunderbares sein“ oder „Die ganze Welt ist himmelblau" verbanden die Künstler mit vielen Sprechpartien und Choreinsätzen, sodass aus dem Singspiel ein tolles Gesamtkunstwerk wurde, das seinesgleichen sucht.