TrinatStras162   Gemeinsam mit Schülern des Lycées „Jean Moulin“ besuchten die Warndtgymnasiasten das Europa-Parlament und hielten ebenso die Erinnerung an das Ende des 1. Weltkrieges wach.

 

Dieser 11. November war ohne Zweifel ein ganz besonderer Tag. Denn die Gymnasiasten aus Forbach und Völklingen, begleitet von rumänischen Schülerinnen und Schülern aus der Stadt Targu-Jiu, gingen zusammen auf eine denkwürdige Reise in die heimliche Hauptstadt Europas. Shoppingtouren oder Stadtrundgänge waren an diesem Freitag jedoch zweitrangig, ging es doch vor allem darum, auf den Spuren des europäischen Gedankens zu wandeln und die grenzüberschreitende Völkerverständigung zu leben.

So begann die Exkursion mit dem Besuch des europäischen Parlaments: „Das ist der Ort, an dem - nicht zuletzt dank der deutsch-französischen Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg – der Kontinent zusammenwuchs und wo Europa nun tagtäglich verhandelt wird“, erklärt Studienrätin Christine Speicher-Unterschemmann als Begleiterin der Warndt-Gymnasiasten die besondere Bedeutung des Ortes. In der Tat hatten sich die Gymnasien für ihren Ausflug auch nicht irgendein Datum ausgesucht.

Am 11. November war das Europa-Parlament nämlich im Rahmen der Euroscola für Schulklassen aus ganz Europa reserviert:  Schüler aus 21 EU-Nationen hatten die Ehre, mit gleichaltrigen Jugendlichen über aktuelle europäische Themen zu beraten. Warndtgymnasiasten und Lycéens aus Forbach sowie Rumänien konnten als Gäste zwar nicht aktiv in die Debatten eingreifen, dennoch wurden sie Zeugen einer eindrucksvollen Veranstaltung, die auf anderen Kontinenten ihresgleichen sucht.

Im Zentrum der trinationalen Begegnung stand jedoch ebenso die gemeinsame Erinnerung an die „Armistice“, den Waffenstillstand, der das Ende des Ersten Weltkrieges besiegelte. Aus diesem Grund begaben sich die Jugendlichen nach dem Besuch des Europa-Parlaments auch an die ehemalige deutsch-französische Grenzstation. Wie kein anderer Ort symbolisiert die „Douane“ ein rückständiges Europa der Nationen, das seit der Gründung der Europäischen Union der Vergangenheit angehört.

Die Bilanz des gemeinsamen Ausfluges fällt letztlich auf allen Seiten sehr positiv aus: „Wir haben die tolle Möglichkeit erhalten, Jugendliche aus anderen Kulturen kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen“, erklärt Eva Mathieu aus der Klasse 10sn des Warndt-Gymnasiums und erntet mit dieser Aussage viel Zustimmung ihrer französischen und rumänischen Kameraden. Auch das Warndt-Gymnasium freut sich über die gelungene Begegnung und hofft, dass vielleicht weitere Austausche zwischen den beiden Schulen folgen.