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Unser Gymnasium hat als international anerkannte UNESCO-Projektschule rund 650 Brillen und Etuis für bedürftigen Menschen in der ganzen Welt gesammelt.Das Dankschreiben der Organisation Lunettes sans frontières findet man hier. Den hier folgenden Artkel findet man in leicht veränderter Version ebenso auf der Homepage des Saarlandes.

Wer in Deutschland schlecht sieht, geht zu einem Augenarzt und kann dann mit Hilfe einer Brille wieder gut sehen. In vielen Teilen der Welt ist das jedoch nicht so. Nicht nur, dass Ärzte fehlen, viele Menschen haben einfach kein Geld für den Kauf einer Brille.

„Bei uns schlummern aber Millionen von ausgemusterten Brillen aus den unterschiedlichsten Gründen in Schubladen. Oft liegen sie in Etuis für viele Jahre ungenutzt herum“, erklärt UNESCO-Koordinatorin Christine Löffler, die als Lehrerin am Warndt-Gymnasium für die Brillensammelaktion verantwortlich zeichnet und ergänzt: „In diesem Zusammenhang können wir Durchblick beweisen, indem wir Brillen, die noch funktionstüchtig sind – mit oder auch ohne Etui – sammeln und dafür sorgen, dass sie zu Menschen in aller Welt gelangen, die auf diese Brillen angewiesen sind, damit diese wieder den Durchblick haben oder auch das erste Mal im Leben diese Chance auf Durchblick erhalten.

Gesagt, getan! Im November 2015 startete in Geislautern eine groß angelegte Brillensammelaktion; Schüler Lehrer und Eltern legten sich dabei kräftig ins Zeug. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: Exakt 651 Brillen, davon 358 mit Etui, wurden am 6. Juni 2016 Juni zur Firma „Möbel Müller“ in Dillingen gebracht, deren LKW einmal jährlich im Saarland gesammelte Brillen in das elsässische Hirsingue zum Verein „Lunettes sans Frontières“ (auf Deutsch: Brillen ohne Grenzen) transportieren.

Ohne Zweifel ist die französische Organisation, die sich in ihrer Namensgebung an den bekannten Verein „Ärzte ohne Grenzen“ anlehnt, ein idealer Partner. Der Verein „Lunettes sans Frontières“ besteht seit mehr als 20 Jahren, verfolgt keine kommerziellen Interessen und hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Menschen mit Brillen zu versorgen. Im französischen Hirsingue arbeiten deshalb viele ehrenamtlichen Helfer: Sie säubern und sortieren die Sehhilfen und messen ebenso die Dioptrienzahl. Ungefähr 100 Pakete pro Woche werden dann in alle Welt verschickt.

Und die Erfolgsgeschichte ist noch nicht zu Ende, denn neben dem Warndt-Gymnasium sammelten die übrigen UNESCO-Projektschulen im Saarland ebenso viele Brillen. Insgesamt haben alle neun saarländischen UNESCO-Projektschulen 4317 Brillen zusammengetragen. Nun soll die Sammelaktion für alle saarländischen Schulen über das Bildungsministerium zugänglich gemacht werden! Das Warndt-Gymnasium ist als anerkannte UNESCO-Schule stolz darauf, an diesem großen Projekt teilhaben zu dürfen und damit armen oder Not leidenden Menschen auf der Erde zu unterstützen.