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Auch das Warndt-Gymnasium beteiligte sich an der Kampagne der saarländischen Landesregierung und sammelte eine beachtliche Anzahl ausrangierter Mobiltelefone. Eine Schülergruppe veranstaltete einen echten Flashmob zu den Gefahren der Digitalisierung und gewann den ersten Preis! Wir sagen herzlichen Glückwunsch! Ein Livestream-Video der Veranstaltung findet man hier.
Weitere Informationen gibt es auf zwei weiteren Seiten des Ministeriums:

http://www.saarland.de/handy.htm

http://www.saarland.de/118750.htm

Wer kennt nicht die immensen Berge aus alten technischen Geräten, Autowracks und Elektroabfällen in den wilden Müllkippen der Dritten Welt? Ohne Zweifel steht das Konsumverhalten unserer modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft schon seit längerer Zeit in der Kritik. Aus diesem Grund wollte die saarländische Landesregierung im Sinne von Nachhaltigkeit sowie Umweltschutz junge Menschen für das Thema der Weiterverwendung und Wiederverwertung sensibilisieren und die Ausbeutung von  Dritte-Welt-Ländern für die Gewinnung von Rohstoffen thematisieren.

Das allseits bekannte Handy eignete sich in dieser Hinsicht besonders gut, denn durchschnittlich nach nur 18 Monaten wird ein Handy gegen ein neueres Modell ausgetauscht. Nach der neuesten Umfrage der BITKOM liegen somit über 100 Millionen gebrauchte Handys ungenutzt in Deutschlands Schubladen. Überträgt man die Ergebnisse auf das Saarland, kommt mehr als ein ungenutztes „Schubladenhandy“ auf jeden Einwohner. „Handys sammeln“, hieß also die allgemeine Devise im Saarland. Mit dabei war natürlich auch das Warndt-Gymnasium, das als UNESCO-Projektschule ein besonderes Augenmerk auf die Themenfelder Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit legt. Und die Warndtgymnasiasten legten sich ordentlich ins Zeug: So kam am Ende eine stattliche Anzahl alter Handys zusammen, die nun nicht auf wilde Müllkippen in Afrika wandern, sondern in speziellen Wertstoffhöfen recycelt werden.

Doch ging es am Geislauterner Gymnasium freilich nicht um das reine Sammeln. Vielmehr lag ein Schwerpunkt der Arbeit darauf, den Schülerinnen und Schülern die Problematik des westlichen Konsumverhaltes vor Augen zu führen: Frauen- und Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen, Umweltbeeinträchtigungen und Kriege sind scherwiegende Folgen, die für die Schüler jedoch nicht unmittelbar spürbar sind. In Ergänzung zu diesem Programm gestaltete eine Schülergruppe aus der Klassenstufe 10 zudem einen echten Flash Mob, um auf die Gefahren einer übermäßigen Digitalisierung aufmerksam zu machen. Das Warndt-Gymnasium bedankt sich bei allen Schülern, Lehrern und Eltern für ihre aktive Mitarbeit und freut sich bereits auf weitere Aktionen im Sinne der UNESCO.